
Bildung
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Mit technischem Wissen und ökologischem Verständnis die Wälder aufbauen
Die nächste Generation der Verantwortlichen im Wald bildet die Naturwald Akademie an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde aus. Die Studierenden lernen mit Daten aus der Fernerkundung, Satellitenbildern, GPS-Technologien und eigenen Beobachtungen im Wald das komplexe Ökosystem zu erfassen.
Die Studierenden des Bachelorstudiengangs Sozial-ökologisches Waldmanagement an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde beschäftigen sich intensiv mit der Analyse und Bewertung von Waldökosystemen. Drei Lehrveranstaltungen der Naturwald Akademie vermitteln dabei praxisnah, wie moderne Technologien und ökologische Forschung zusammenwirken.
Im ersten Modul lernen die Studierenden, wie sich Wälder systematisch erfassen und analysieren lassen. Sie erheben waldökologische Daten, werten sie aus und bereiten sie anschaulich auf. Ein besonderer Fokus liegt auf der ökologischen Forstinventur, etwa der Erfassung von Totholz, Mikrohabitaten und räumlichen Strukturen im Wald. Mithilfe von Geoinformationssystemen (GIS) und GPS-Technologien werden diese Daten präzise verortet und kartografisch dargestellt. So werden ökologische Zusammenhänge sichtbar und für Forschung und Praxis nutzbar.
Geodaten und Fernerkundung im Einsatz
Im zweiten Modul vertiefen die Studierenden ihre Kenntnisse und arbeiten mit Geodaten, Fernerkundung und statistischen Methoden. Sie analysieren beispielsweise Luft- und Satellitenbilder, um Waldstrukturen zu erfassen und Veränderungen zu erkennen. Auch offene Geodaten und deren Nutzung für Forschung und Monitoring spielen eine wichtige Rolle.
Darüber hinaus lernen die Studierenden, statistische Verfahren anzuwenden, Hypothesen zu prüfen und Unsicherheiten in Daten zu bewerten. Mithilfe von Vegetationsindizes wie dem NDVI (Normalized Difference Vegetation Index) untersuchen sie die Vitalität und Vegetation von Wäldern auch auf größeren Flächen. Entscheidend sind zum Beispiel der Gesundheitszustand der Bäume und die Dichte des Blätterdaches. In praxisnahen Übungen kombinieren die Studierenden unterschiedliche Datenquellen, analysieren sie und setzen sie in anschaulichen Graphiken um.
Waldzustand erkennen und bewerten
Im dritten Modul wenden die Studierenden ihr Wissen eigenständig an. In Projektarbeiten untersuchen sie konkrete Waldgebiete und durchlaufen dabei den gesamten wissenschaftlichen Prozess von der Fragestellung über die Datenerhebung bis zur Auswertung und Präsentation.
Sie verknüpfen Daten aus Waldinventuren, Geoinformationssystemen und Fernerkundung, analysieren diese statistisch und interpretieren die Ergebnisse im ökologischen Kontext. Dabei lernen sie, die Aussagekraft verschiedener Daten kritisch zu bewerten und fundierte Aussagen zum Zustand und zur Entwicklung von Wäldern zu treffen.

Lernen im Wald vom Ökosystem des Waldes (Foto: NWA)



